Multiportal-Integration mit mehreren externen Systemen und hochkomplexen Datenflüssen.
Case Study · TYPO3 v13 · Multiportal · REST Integrationen · Enterprise Workflows
TYPO3 Multiportal-Integration
Business Central & Dynamics CRM
via bidirektionaler REST-APIs
Ein TYPO3 v13 Multiportal mit komplexer Systemlandschaft: Mitgliederverwaltung, Zertifizierungen und CRM-Prozesse wurden über mehrere Systeme konsolidiert – TYPO3 als zentrale Benutzerplattform. Fokus: stabile Datensynchronisation, robuste Prozesse und sauberes Monitoring.
Lead Integration Engineer / Technical Solution Architect (extern) – Connector-Design, Umsetzung, Betrieb.
Automatisierte Synchronisation, weniger manuelle Doppelpflege, robuste Prozesse bei großen Datenmengen.
Hinweis: Details sind anonymisiert/gekürzt (NDA). Technische Learnings & Patterns sind 1:1 übertragbar.
Key Facts & Rahmenbedingungen
Integrationsprojekt mit enger Taktung, parallelen Abhängigkeiten und hohen Anforderungen an Stabilität und Datenqualität.
Aug. 2024 – Mitte 2026
laufend (ca. 1,5 Jahre)
12 PT/Monat
mit Peaks bis 20 PT/Monat
Sehr hoch
Fibonacci 21 · Scope iterativ
Meine Rolle
- • alleinige Zuständigkeit für Integrationen & Schnittstellenlogik
- • technische Architektur, Mapping, Prozess-Design
- • Koordination von Abhängigkeiten (API-Teams / Fachbereiche)
- • Monitoring/Logging-Konzept & Betriebssicherheit
Besonderheiten
- • vorherige Agentur lieferte keine Ergebnisse
- • interne Devs schätzten Integrationen als „nicht realisierbar“ ein
- • enge Management-Deadlines & wechselnde Go-Live-Termine
- • große Datenmengen + harte Timeouts → Paging/Delta Sync zwingend
Ausgangslage
Mehrere Portale und Systeme sollten zusammenarbeiten: Mitgliederverwaltung, Zertifizierungen und CRM-Prozesse mussten konsistent und automatisiert synchronisiert werden. Gleichzeitig standen ambitionierte Go-Live-Termine, parallele Entwicklung und wechselnde Abhängigkeiten im Raum.
Typische Risiken in solchen Projekten
- Inkonsistente Datenstände zwischen Systemen
- Timeouts bei großen Datenmengen und Batch-Prozessen
- Iterative Anforderungen → Schnittstellenlogik muss flexibel bleiben
- Fehlende Observability (keine Logs/Alerts) → Fehler bleiben unsichtbar
Ziel & Systemlandschaft
Ziel war die Vereinheitlichung von Mitglieder- und Zertifizierungsprozessen über mehrere Systeme – mit TYPO3 als zentraler Plattform für Registrierungs- und Self-Service-Workflows.
Teilportale
- • öffentliches Portal
- • Intranet Portal
- • Zertifizierungsportal
- • Business Central / Sales Prozesse
Datenobjekte & Flüsse
- • Customers / Contacts / Mitgliedschaften
- • Artikel & Kategorien
- • Sales Orders (Verkaufsaufträge)
- • Events, Regionen, Zertifizierungs-Anmeldungen
Warum „bidirektional“ hier wirklich komplex war
Ein einzelner TYPO3-Workflow musste häufig parallel in mehrere Systeme schreiben (z. B. Registrierung → Customer in BC, Contact in BC, Contact/Firma in Sales, plus Zertifizierungsplattform). Dazu kamen kundenspezifische Felder und Relationen.
Umsetzung: Architektur & Technik
Der Kern war eine wartbare Connector-Architektur in TYPO3: klar getrennte Verantwortlichkeiten, robuste Fehlerbehandlung und skalierbare Sync-Prozesse – statt „ein großer Cronjob“ ohne Transparenz.
Connector-Extensions
- • PM-ZERT Connector
- • Business Central Connector
- • Business Sales / CRM Connector
- • API Clients + Mapping & Validierung
Prozess-Design
- • Commands / Scheduler-Jobs
- • Export-/Queue-Tabellen (Zwischenspeicher)
- • Paging, Start/End Sync, Delta Sync
- • Retry-Strategien & Idempotenz
Monitoring & Betrieb
- • Live Logging aller Sync-Läufe
- • Status/Fehler-Tracking je Objekt
- • schnell reproduzierbare Runs
- • Fehlerbilder sofort sichtbar
Technische Leitplanken, die den Turnaround ermöglicht haben
- Delta Sync statt Vollsyncs (Performance + Kosten)
- Paging für große Datenmengen (z. B. sehr viele Contacts)
- Retry & Resumable Jobs (Netzwerk/API-Probleme realistisch einkalkuliert)
- Observability (Logs + Status je Objekt) statt „stiller Fehler“
DevOps / Workflow
Entwicklung
ddev, Composer, Git – reproduzierbar und teamfähig.
Deployment
GitLab CI/CD, kontrollierte Releases & stabile Deploy-Kette.
Testing: Warum Testmatrizen hier Pflicht waren
Formularfelder mussten je nach Mitgliedschaftsart in unterschiedliche Zielobjekte geschrieben werden. Das war nicht „ein Mapping“ – sondern viele Konstellationen. Die Lösung: Excel-Testmatrizen (pro Formularstrecke / Mitgliedschaftstyp) + nachvollziehbare Logs pro Lauf.
Feld-Mapping Nachweis
Klar dokumentiert: welches Feld → welches System → welches Objekt/Feld.
Reproduzierbarkeit
Fehler sind nicht „weg“ – sondern jederzeit reproduzierbar und isolierbar.
Schnelleres Kunden-Testing
Fachbereiche konnten gezielt testen statt „Wildwest“ – weniger Schleifen, mehr Klarheit.
Herausforderungen im Projektverlauf
Integrationsprojekte sind selten „Lehrbuch“. Entscheidend ist, strukturiert zu liefern, Risiken transparent zu halten und die Architektur so zu bauen, dass neue Anforderungen nicht alles sprengen.
Komplexität & Abhängigkeiten
- • parallele Entwicklung (API/ERP/CRM/Portal)
- • viele Sonderfälle in Formularstrecken
- • Anforderungen oft erst im Verlauf „sichtbar“
- • Meeting-getriebenes Arbeiten → eigener Backlog notwendig
Skalierung & Systemlimits
- • harte Timeouts → Paging/Batch zwingend
- • Delta Sync (nur Änderungen) als Pflicht
- • Low-Memory-Optimierung / Performance-Tuning
- • „Observability first“ für schnelle Fehlerdiagnose
Ergebnis & Nutzen
Ergebnis ist eine stabile Integrationsbasis, die langfristig erweiterbar bleibt – und die Fachbereiche entlastet, weil Datenflüsse automatisiert und nachvollziehbar laufen.
Weniger Doppelpflege
Automatisierte Synchronisation reduziert manuelle Workarounds und Inkonsistenzen.
Stabile Datenflüsse
Delta Sync, Paging und Retry sorgen für Robustheit – auch bei großen Datenmengen.
Transparenz & Monitoring
Logging/Status machen Fehler früh sichtbar – weniger „stille Ausfälle“ im Betrieb.
Tech Stack
TYPO3 v13 · PHP 8.3 · Extbase/Fluid · REST/JSON · Scheduler/Commands · Composer · GitLab CI/CD · ddev · Postman · Monitoring/Logging
Lessons Learned (übertragbare Muster)
Diese Punkte sind in Integrationsprojekten immer wieder entscheidend – unabhängig vom Kunden.
Was wirklich hilft
- • strukturierte Testdokumentation (Matrizen, Erwartungswerte)
- • Delta Sync & Paging als Standard (nicht als „Optimierung“)
- • Logging & Status pro Datensatz → schnelle Debug-Zyklen
- • klare Trennung: UI-Action vs. Sync-Prozess (Queue/Export)
Worauf man achten muss
- • Scope ist selten am Anfang sauber → Architektur muss iterativ skalieren
- • Projektmanagement kann schwanken → technischer Backlog ist Rettungsanker
- • Serverlimits (Timeout/Mem) früh transparent machen
- • Integrationen sind eigenes Gewerk → fairer Preis/Scope (Komplexität)
FAQ: TYPO3 Integrationen mit Business Central & CRM
Typische Fragen, bevor Integrationsprojekte starten:
Wie läuft eine TYPO3 Business Central Integration typischerweise ab? ›
Wie verhindert man Timeouts bei großen Datenmengen? ›
Wie testet man komplexe Feld-Mappings zuverlässig? ›
Arbeiten Sie mit bestehenden Teams/Agenturen zusammen? ›
Integrationen, die wirklich stabil laufen
Wenn Sie TYPO3 mit Business Central, Dynamics CRM oder anderen REST-Systemen koppeln möchten: Ich helfe mit Architektur, Connector-Implementierung, Monitoring – und einem Plan, der im Alltag funktioniert.
Schreiben Sie kurz: Systeme, Datenobjekte, Must-haves (lesen/schreiben), Datenmenge, Deadline – ich melde mich i. d. R. binnen 24 h (Mo–Fr).