Matthias Gläßner – Senior TYPO3 Architekt

v12 LTS · v13 LTS · Breaking Changes · Extensions · Composer · CI/CD · Tests

TYPO3 Upgrade v12 → v13
Der „kleine“ Sprung – aber bitte planbar

Das Upgrade von TYPO3 v12 LTS auf v13 LTS ist häufig überschaubar – wenn Deployment, Extensions und Individualcode sauber aufgestellt sind. Auf dieser Seite findest du eine praxisnahe Anleitung für Aufwand, Risiken, Vorgehen, Tests und Go-Live-Planung.

Antwort i. d. R. binnen 24–48 h (Mo–Fr) · NDA/AVV möglich Stand: 2026-01

Einordnung: warum v12 → v13 oft gut funktioniert

Der Sprung ist deutlich kleiner als Legacy-Upgrades, weil v12 bereits ein modernes Fundament bietet: Composer-Setup, moderne Core-Strukturen, saubere API-Linien. Trotzdem gilt: Extensions + Custom Code entscheiden über Risiko und Aufwand.

Was ist meist „easy“?

  • • Core-Upgrade an sich
  • • Standard-Setups ohne Sonderlogik
  • • gut gepflegte Extensions
  • • sauberes Composer/CI/CD

Was macht’s plötzlich „hart“?

  • • viele Individual-Extensions
  • • Integrationen ohne Tests
  • • „Logik im Template“
  • • fragile Deployments / keine Rollbacks

Ablauf: so wird das v12 → v13 Upgrade planbar

Für „kleine“ Upgrades gilt trotzdem: ohne Plan eskaliert’s schneller als gedacht. Der saubere Ablauf sorgt für einen kontrollierten Go-Live – inklusive Rollback.

1) Bestandsaufnahme

Extension- & Code-Check

  • • welche Extensions sind kritisch?
  • • wie viel Individualcode existiert?
  • • Integrationen: CRM/ERP/SSO/Suche
  • • Risiken priorisieren (High Risk first)

2) Upgrade

Core + Dependencies aktualisieren

  • • Composer constraints sauber setzen
  • • kompatible Extension-Releases pinnen
  • • Breaking Changes abarbeiten
  • • Smoke-Checks nach jedem Schritt

3) Absicherung

Tests & Qualität

  • • Smoke-Tests: kritische Flows
  • • Functional: Backend/FE Kernfunktionen
  • • Unit: Domain-Logik (wo es zählt)
  • • Tech Debt Quick Wins

4) Go-Live

Release-Plan & Rollback

  • • Runbook mit Verantwortlichen
  • • DB-Schritte & Cache Warmup
  • • Monitoring/Alerts aktiv
  • • Rollback getestet

Mini-Formel aus der Praxis

Audit + Smoke-Tests + Rollback sind die drei Bausteine, die aus einem Upgrade einen „langweiligen“ Release machen. Und langweilig ist hier perfekt.

Audit starten

Aufwand v12 → v13: die echten Treiber (nicht die Seitenanzahl)

Der Aufwand ist selten „Core“. Er entsteht dort, wo Systeme miteinander sprechen oder wo Custom-Code tief in TYPO3 eingreift.

Extensions

Wenn 90% eures Systems in Extensions steckt, ist das Upgrade zu 90% ein Extension-Projekt. Kritische Kandidaten: Search, Form, Auth/SSO, DAM, große Custom Extensions.

Integrationen (CRM/ERP/SSO/Suche)

Integrationen brauchen Fehlertoleranz: Retry, Backoff, Logging, Monitoring. Ohne das wird ein Upgrade schnell „Feuerwehr“.

Deployment & Infrastruktur

CI/CD und Rollback sind der Unterschied zwischen Release und Risiko. Wenn Deployments heute schon wackeln, wird es beim Upgrade nicht besser.

Checkliste: TYPO3 v12 → v13 Upgrade (1 Seite, die du wirklich nutzt)

Diese Liste ist bewusst kompakt. Wenn du sie abhaken kannst, ist dein Upgrade in der Regel „safe enough“ für ein kontrolliertes Go-Live.

Vorbereitung

  • Feature-Freeze/Scope festgelegt
  • Extension-Inventory & Versionen dokumentiert
  • Staging-Umgebung ist prod-nah
  • Backup/Restore getestet

Upgrade & Stabilisierung

  • Composer Update sauber & reproduzierbar
  • Breaking Changes priorisiert abgearbeitet
  • Custom Extensions angepasst & minimal getestet
  • Backend/FE Smoke-Tests laufen durch

Qualität & Sicherheit

  • phpstan/rector/CI Checks aktiv
  • Security Header & 2FA geprüft
  • Cache-Strategie & Warmup bedacht
  • Monitoring/Logs für Go-Live bereit

Go-Live

  • Runbook mit Zeiten & Verantwortlichen
  • DB Schritte / Migrationsfenster geplant
  • Rollback-Plan getestet + erreichbar
  • Alerts in den ersten 24–48h „hot“
Upgrade-Audit anfragen (S/M/L + Roadmap)

Ergebnis: Klarheit statt Bauchgefühl – inkl. Test- und Go-Live-Plan (Rollback inklusive).

Die 6 häufigsten Stolperfallen bei v12 → v13

Auch „kleine“ Upgrades gehen schief, wenn diese Punkte ignoriert werden:

1) Extensions sind „fast kompatibel“

Fast kompatibel ist oft schlimmer als inkompatibel, weil es erst im Go-Live knallt. Lösung: Compatibility früh testen, notfalls fixen oder ersetzen.

2) Deployments sind nicht reproduzierbar

Lösung: Build in CI, Lockfile, eindeutige Artefakte, klare Releases. Sonst wird „Upgrade“ zum Glücksspiel.

3) Keine Smoke-Tests

Lösung: 10–20 Minuten Smoke-Checklist reicht, um 80% der Regret-Bugs zu verhindern.

4) Integrationen ohne Monitoring

Lösung: Logs, Alerts, Retry. Wenn ein CRM/ERP hängt, muss das sichtbar sein – sofort.

5) Cache-/Warmup nicht bedacht

Lösung: Warmup & Caching planen, sonst wirkt die Site nach Go-Live „langsam“, obwohl sie es nicht ist.

6) Kein Rollback

Lösung: Rollback planen und testen. Wenn es nie gebraucht wird: perfekt. Wenn doch: Gold wert.

FAQ: TYPO3 Upgrade v12 → v13

Die häufigsten Fragen, die ich in Upgrade-Projekten höre:

Kann man das Upgrade „nebenbei“ machen?
Für sehr kleine Setups manchmal. Für Business-kritische Systeme rate ich zu einem klaren Sprint: Fokus, Feature-Freeze und definierte Go-Live-Phase.
Was ist die beste Test-Minimalversion?
Eine Smoke-Checklist für Kernfunktionen (Login, Suche, Formulare, kritische Seiten, Backend-Editing). Das ist schnell gebaut und verhindert die häufigsten Regressionen.
Wann lohnt sich ein Audit, wenn v12→v13 „klein“ ist?
Immer dann, wenn ihr viele Extensions/Integrationen habt oder der Go-Live nicht „einfach mal nachts“ passieren kann. Audit liefert S/M/L und eine Roadmap – das spart Diskussionen und Risiko.

v12 → v13 Upgrade ohne Downtime-Drama?

Ich kann euer Upgrade entweder komplett umsetzen oder als Senior-Partner begleiten: Audit, Roadmap, CI/CD, Tests und kontrollierter Go-Live – inkl. Rollback-Plan.

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